5 Tipps für besseres Email Marketing

Vor einigen Tagen veröffentlichte Jochen Mai von der Karrierebibel einen Artikel mit dem Titel „Email Knigge: Tipps für bessere Mails„.

Eigentlich auf persönliche geschäftliche Email bezogen, passt der Text zu hundert Prozent auch auf Emails, die wir unseren Kunden im Rahmen von Email Marketing zukommen lassen.

Ich möchte die Tipps von Jochen Mai aufgreifen und erklären, was wir im Email Marketing aus persönlichen Emails lernen können.

Alle Tipps lassen sich problemlos auch auf das klassische Marketing per Brief-Mailing anwenden.

Newsletter-Empfänger erhalten am Ende dieses Artikels den „10 Schritte Plan zur Analyse Ihrer Emailing“ mit konkreten Beispielen zu jedem Tipp, die Sie sofort umsetzen können, ein textoptimiertes Beispiel eines Emailings, eine Liste mit zu vermeidenden Füllwörtern – und eine kostenfreie, unverbindliche Mailing-Analyse!

Sie können sich einfach selbst zum Newsletter anmelden, tragen Sie gleich Ihre Email Adresse in dieses Feld ein:

Geschäftliche Email vs. Email Marketing

Jochen Mai schreibt in der Karrierebibel:

Berufliche Korrespondenz geht heute oft so: Schnell ein paar Emails getippt; Verteiler möglichst groß, Verantwortung dadurch klein; Anrede, Rechtschreibung, Grußformeln – egal. Hauptsache, die Botschaft ist raus. Senden. Klick. Fertig. Das Problem: Spam geht genauso.

Ja, Jochen Mai hat Recht. Ich persönlich lege sehr großen Wert auf eine ordentliche Email. Dazu gehören alle Elemente. Fehlt eines oder mehrere, stört mich das sehr.

„Übersetzt“ auf das Email Marketing lautet meine Version des Texts von Jochen Mai so:

Email Marketing geht heute oft so: Unter geringstem Aufwand ein Emailing erstellt; Verteiler möglichst groß, Streuverlust dadurch hoch; Wichtigkeit, Nutzen, Relevanz – egal. Hauptsache, der Umsatz stimmt. Senden. Klick. Fertig. Das Problem: Spam geht genauso.

Sie erkennen die Zusammenhänge der beiden Anwendungsgebiete von Email. Weiterhin schreibt Mai:

Und so verursachen nicht gerade wenige Mails selbst allerlei Unstimmigkeiten und Unmut. […] schon entsteht beim Empfänger ein negatives Bild vom Verfasser und damit womöglich ein beginnender Konflikt. Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Email, mehr Emotionen auszulösen als sie de facto enthält.

Genauso verhält es sich im Email Marketing!

Natürlich lassen sich geschäftliche Emails und Email Marketing nicht per se gleichsetzen. Selbstverständlich existieren Unterschiede zwischen geschäftlichem Email Verkehr und Email Marketing.

Wie läuft das bei geschäftlichen Emails?

Schreiben Sie eine geschäftliche Email, kennen Sie in der Regel den Empfänger und Sie stellen sich bei der Formulierung der Email ganz unbewusst auf ihn ein.

Sie können einschätzen, wie Ihre Nachrichten verstanden werden.

Auf der anderen Seite kennt der Empfänger Sie und wird Ihre Email allein deswegen lesen und ernst nehmen, weil er sich sicher ist, von Ihnen wichtige und relevante Informationen zu erhalten.

Was ist im Email Marketing anders?

Im Email Marketing kennen Sie den Empfänger in der Regel nicht. Entsprechend besteht eine große Herausforderung im Email Marketing darin, sich auf den (einzelnen) Empfänger einzustellen.

Durch das fehlende persönliche Verhältnis zwischen Ihnen als Marketer und jedem Ihrer Empfänger fällt es verständlicherweise sehr schwer, das „Gegenüber“ einzuschätzen.

Besteht ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Ihnen, bzw. Ihrem Unternehmen und dem Empfänger, wird dieser Ihre Email (fast) ebenso ernst nehmen und lesen, wie die eines Geschäftspartners.

Um die Herausforderung zu meistern, sich optimal auf Ihre Empfänger einzustellen, befolgen Sie diese 5 Tipps, inspiriert aus der Karrierebibel:

1. Versetzen Sie sich zuerst in die Lage des Empfängers!

Möchten Sie mit Ihrem Email Marketing von Ihren Empfängern ernst genommen werden?

Dann verbringen Sie die meiste Zeit Ihrer Arbeit an einer Email Marketing-Kampagne damit, eine Antwort auf diese Frage zu finden:

Nehme ich mein Gegenüber ernst, indem ich seine Zeit schätze und ihm ausschließlich Informationen zukommen lasse, von denen ich überzeugt bin, dass sie wichtig, relevant und nützlich für den Empfänger sind?

Als Newsletter-Empfänger erhalten Sie im letzten Abschnitt in den Punkten 6. und 8. detaillierte Anleitungen, wie Sie sich als Marketer diese Frage beantworten können.

2. Fassen Sie sich kurz

Jochen Mai zitiert Churchill:

Was mehr Text braucht, ist nicht genügend durchdacht.

Goethe schreibt man dieses Zitat zu:

Ich schreibe Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.

Beide Urheber sagen eines aus: Verfassen Sie einen möglichst kurzen Text! Verzichten Sie auf Umschweife und lange, blumige Marketing-Formulierungen. Kommen Sie so schnell es geht zum Thema.

Beschränken Sie es auf ein Thema. Viele Marketer tendieren dazu, in einer Email gleich mehrere Inhalte zu verpacken. Tun Sie das nur, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Empfänger dies erwartet.

Indem Sie sich so kurz wie möglich fassen, sparen Sie dem Empfänger Zeit.

Bewahren Sie die Aufmerksamkeit des Empfängers und lenken Sie sie auf genau ein Ziel.

Um diesen Punkt näher zu erläutern, hier ein kleiner Exkurs:

Das Linkjuice-Konzept und die Relevanz

Haben Sie schon einmal von „Linkjuice“ gehört?

Damit ist u.a. die Anzahl der vorhandenen Links auf einer Webseite gemeint. Die Wichtigkeit des einzelnen Links nimmt mit zunehmender Link-Anzahl  auf derselben Webseite ab. Das „Linkjuice“-Konzept lässt sich sehr gut auf die Aufmerksamkeit des Lesers übertragen, „Attention-Juice“ sozusagen.

Je weniger unterschiedliche Inhalte Sie anbieten, desto weniger Aufmerksamkeit wird vom Kern-Thema weggelenkt.

Je kürzer Sie sich fassen und je weniger Ablenkung Sie bieten, desto konzentrierter fließt der „Attention-Juice“ dem Kernthema zu.

Je kürzer Sie Ihren einen Inhalt fassen, desto größer ist die Relevanz dieses einen Inhalts!

Als Newsletter-Empfänger finden Sie im letzten Abschnitt dieses Artikels ein Beispiel eines textoptimiertes Verkaufs-Mailings.

3. Drücken Sie sich klar aus

Jochen Mai empfiehlt in geschäftlichen Emails den kompletten Verzicht auf Fremdwörter, Denglisch-Wortschöpfungen und Fachchinesisch.

Verwenden Sie kurze Sätze und eine klare Sprache.

Ein klarer Ausdruck vermeidet Missverständnisse und Zweifel. Unklare Sätze erzeugen beim Leser oft eine gewisse unbewusste Skepsis, die den entscheidenden Ausschlag gegen den Klick auf einen Link in Ihrer Email geben könnte.

Auch die Lesefreundlichkeit steigt mit einer prägnanten Wortwahl. Schreiben Sie so lesefreundlich, wie nur irgendwie möglich.

Versuchen Sie nichtssagende, unnötige Füllwörter, wie „aber“, „eigentlich“, „völlig“, „jedenfalls“, usw. zu vermeiden. Newsletter-Empfänger erhalten im letzten Abschnitt eine umfangreiche Liste mit unnötigen Füllwörtern.

4. Seien Sie sparsam mit Links

Dieser Tipp für geschäftliche Emails klingt zunächst genau nach dem Gegenteil von Email Marketing.

Schließlich bilden Links die Brücken zu Ihren Inhalten, zu denen Sie Ihre Empfänger gerne lotsen möchten.

In den meisten Emailings wimmelt es nur so von Links, die zu allen möglichen Zielseiten führen.

Denken Sie an den zweiten Tipp „Fassen Sie sich kurz“ und den „Attention-Juice“. Viele Möglichkeiten relativieren die Relevanz jeder einzelnen Möglichkeit. Jede weitere Handlungsalternative lenkt von der letzten ab.

Natürlich sollen Sie nicht auf Links verzichten! Optimalerweise verlinken Sie genau eine Ziel-Webseite im Emailing.

5. Ist die Mail wirklich notwendig?

Dieser Tipp von Jochen Mai ist Gold wert!

Ist es wirklich nötig, diese Email zu versenden?
Stimmt der oder die Adressaten – oder könnten es auch andere/weniger sein?

Die Vermeidung von Streuverlusten ist das wichtigste Thema im Email Marketing.

Im Artikel „Brandrodung in unseren Köpfen, Streuverluste und 1:1 Marketing“ finden Sie am Ende des Beitrags den kostenlosen Plan „In 10 Schritten nachhaltig Streuverluste vermeiden, die Kundenzufriedenheit steigern und Wettbewerbsvorteile erlangen“.

Fazit

Mit jeder gelesenen Mail schenken Ihnen Ihre Empfänger Aufmerksamkeit. Geben Sie ihnen, was sie verdienen: relevante, wichtige und nützlich Inhalte!

Andernfalls werden sich Ihre Empfänger bald mit Ihren mittelmäßigen Inhalten „zufriedengeben“, Ihre Emails werden immer seltener geöffnet und gelesen.

Nehmen Sie Ihre Empfänger nicht ernst, bleiben Ihnen über kurz oder lang nur zwei wirksame Hebel übrig:

  1. Der Preis
  2. Die Masse

Die Preisspirale ist endlich und sorgt in einigen Branchen regelmäßig für das Aus vieler Händler.

Mit Masse strapazieren Sie einen Großteil Ihrer Empfänger aufs äußerste. Sie werden solange damit durchhalten, bis Ihre Empfänger eine Alternative zu Ihnen gefunden haben. Der nächstbeste Anbieter mit ein wenig mehr Kundenorientierung wird Sie gnadenlos ausstechen.

Natürlich geht der Hebel „Masse“ zulasten eines geringen Streuverlusts und der Konzentration auf die drei Komponenten exzellenten Marketings: Wichtigkeit, Relevanz und Nutzen!

Langfristigen Erfolg werden Sie nur dann haben, wenn Ihnen genügend Spielraum bleibt, um nicht irgendwann gezwungen zu werden von „Preis“ und „Masse“ leben zu müssen.

Bearbeiten Sie die Selbstanalyse im nächsten Abschnitt. Damit erkennen Sie schnell, an welchen Stellen Sie Ihre Emailings optimieren sollten.

Für Newsletter-Empfänger ist der folgende „10 Schritte Plan zur Analyse Ihrer Emailings“ zur direkten einfachen Umsetzung bereits freigeschaltet. Enthalten sind ein Beispiel eines textoptimierten Verkaufs-Mailings, eine Liste mit unnötigen Füllwörtern und ein Angebot zur kostenlosen Kurz-Analyse Ihres Emailings.

Alle anderen tragen Ihre Email Adresse bitte in dieses Formular ein. Nach dem Klick auf den Link in der Bestätigungsmail wird der Abschnitt sofort an dieser Stelle freigeschaltet.

by Sebastian Eisenbürger

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